Freitag, 1. Dezember 2017

Landesregierung bestellt Generalstaatsanwältin a. D. Elisabeth Auchter-Mainz zur Opferschutzbeauftragten

Das Kabinett hat in seiner Sitzung am Dienstag Generalstaatsanwältin a. D. Elisabeth Auchter-Mainz (66) zur unabhängigen Beauftragten für den Opferschutz in Nordrhein-Westfalen bestellt.



28.11.2017 NRW. Minister der Justiz Peter Biesenbach erklärte hierzu in Düsseldorf: „Die regierungstragenden Parteien haben bereits im Koalitionsvertrag vereinbart, den Opferschutz nachhaltig zu stärken. Das setzen wir heute in die Tat um! Ich freue mich daher sehr, dass das Kabinett meinem Vorschlag gefolgt ist und Frau Auchter-Mainz zur ersten Opferschutz-beauftragten des Landes bestellt hat. Denn bislang hatten Opfer keinen zentralen Ansprechpartner, an den sie sich hilfesuchend wenden konnten. Das ist ab dem 1. Dezember anders: Dann wird Frau Auchter-Mainz ihre Arbeit aufnehmen und wird gemeinsam mit ihrem vierköpfigen Team Opfer mit den notwendigen Informationen versorgen, Türen öffnen und Kontakte vermitteln. Es geht uns um einen niedrigschwelligen und unbürokratischen Zugang zu den verschiedenen Angeboten der Opferhilfe. Hier wird Frau Auchter-Mainz eine ganz wesentliche Lotsen-funktion wahrnehmen.

Ich möchte mich ausdrücklich im Namen der Landesregierung bei Frau Auchter-Mainz bedanken, dass sie sich sofort bereit erklärt hat, dieses so wichtige und herausfordernde Amt anzunehmen. Sie ist eine Idealbesetzung für diese Position!“

Die neue Opferschutzbeauftragte, Generalstaatsanwältin a. D. Elisabeth Auchter-Mainz erklärte anschließend in Düsseldorf: „Ich möchte mich herzlich bei der Landesregierung für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken! Vor allem möchte ich mich aber dafür bedanken, dass Opferschutz nunmehr endlich die Stellung erfährt, die an-gemessen ist. Ich werde mein Amt unabhängig wahrnehmen und allen Menschen in diesem Land gleichermaßen zur Verfügung stehen. Ich werde entschieden für die Interessen der Opfer streiten und politische und gesellschaftliche Entwicklungen konstruktiv und kritisch begleiten. Ich werde nicht bequem sein, denn dieses Amt ist nicht bequem. Doch ich freue mich sehr darauf, Stimme derer zu sein, die oftmals keine Kraft mehr haben, ihre Stimme zu erheben.“

Das insgesamt vierköpfige Team unter der Leitung der Generalstaatsanwältin a. D. Elisabeth Auchter-Mainz wird den Kriminalitätsopfern den ersten Zugang zu den bestehenden Hilfsangeboten erheblich erleichtern. Ab dem 1. Dezember sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichbar. Die Opferschutzbeauftragte und ihre Mitarbeiter werden Ansprechpartner für alle Opfer von Kriminalität sein, seien es Gewalt- oder Sexualdelikte, Einbruchsdiebstähle oder jegliche sonstige Straftaten.

Das Team wird die Opfer mit den notwendigen Informationen versorgen und eine echte Lotsenfunktion wahrnehmen. Darüber hinaus werden sie für die Opfer Türen öffnen und Kontakte vermitteln. Damit soll den Opfern ein niedrigschwelliger und unbürokratischer Zugang zu den verschiedenen Angeboten der Opferhilfe ermöglicht werden.
Die neue Opferschutzbeauftragte ist erreichbar

  Daneben ist die Opferschutzbeauftragte kritische Wächterin der Opferrechte. Als unabhängige Stimme wird sie den Anliegen von Kriminalitätsopfern in der nordrhein-westfälischen Gesellschaft nachhaltig Gehör verschaffen und auch der Politik wichtige Impulse geben.


Kurzlebenslauf von Frau Generalstaatsanwältin a.D. Elisabeth Auchter-Mainz


Geboren 1951 in Köln, verheiratet
1. jur. Staatsprüfung 1975 in Freiburg
2. jur. Staatsprüfung 1978 in Stuttgart
ab August 1978 Richterin (auf Probe) in Offenburg und Freiburg
ab Mai 1980 Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Freiburg
ab April 1982 Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Aachen
Januar bis März 1992 Abordnung an die Staatsanwaltschaft Potsdam im Rahmen der Partnerschaftshilfe
1995-1996 Abordnung an die Generalstaatsanwaltschaft in Köln
ab April 1997 Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Aachen
Mai 2000 - April 2004 Referentin und Referatsleiterin in der Strafrechtsabteilung des Ministeriums der Justiz des Landes Nordrhein Westfalen
ab 2006 Leitende Oberstaatsanwältin als ständige Vertreterin des Generalstaatsanwalts in Köln
ab Mai 2009 Leiterin der Staatsanwaltschaft Aachen
ab April 2013 Generalstaatsanwältin in Köln
31.12.2016 Ruhestand

Mittwoch, 29. November 2017

BRANDSTIFTUNG IM HOTEL: MUTMASSLICHER BRANDSTIFTER FESTGENOMMEN



 
 


Garath: 28.11.2017 (pri). Ein Jahr nach der Brandstiftung im Hotel Achteck, bei dem es zwei Verletzte - einer davon schwer - gab, hat die die Mordkommission "MK Achteck" der Düsseldorfer Polizei nun einen von mutmaßlich mehreren Tatverdächtigen ermittelt und in Haft gesetzt. 

Da sich zu dem Zeitpunkt der Brandstiftung acht Menschen im Hotel befanden, muss er sich nun wegen achtfachen versuchten Mordes verantworten. Ein damals erstelltes Gutachten des Brandsachverständigen ließ keinen Zweifel daran, dass der Brand zu einer konkreten Gefahr und Bedrohungslage für die zur Nachtzeit arglos schlafenden Hotelgäste wurde. Daher ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des achtfachen versuchten Mordes.

Laut Angaben haben Video-Veröffentlichungen der Tatnacht u. a. auch auf Facebook  und verschiedenen Blogs zum mutmaßlichen Täter geführt. 

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich nicht - wie u. a. von linksorientierten Kräften angenommen – um einen fremdenfeindlichen Hintergrund und auch nicht um ortsansässige, sondern um einen 28- jährigen Südosteuropäer aus Tönisvorst, wo er auch von Spezialkräften der Polizei verhaftet wurde. 

Die Polizei ermittelt wegen weiterer Tatverdächtige auch im Raum Mettmann und Köln. 

Einen fremdenfeindlichen Hintergrund wird u. a. deswegen ausgeschlossen, weil sich seit einem Jahr zum Tatzeitpunkt keine Asylbewerber mehr im Hotel aufhielten. 

Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Ergreifung weiterer Täter führt, eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.

 Quelle: Stadtteilportal Garath-Hellerhof



 

Sonntag, 26. November 2017

NEUER SICHERHEITSSTADTPLAN ERSCHIENEN



Im November 2017 ist die vierte Auflage des Sicherheitsstadtplanes erschienen. Er wird vom Kriminalpräventiven Rat (KPR) in der Landeshauptstadt herausgegeben und soll für das Thema sensibilisieren und das Sicherheitsgefühl stärken.


"Ziel dieses Stadtplanes ist es, Besucherinnen und Besucher unserer Stadt für das Thema Sicherheit zu sensibilisieren und das Sicherheitsgefühl zu stärken", erklärt Christian Zaum, Vorsitzender des Kriminalpräventiven Rates (KPR). Die aktuelle 4. Auflage des Sicherheitsstadtplanes wird ab Freitag, 24. November, bei den Ordnungspartnern erhältlich sein. Die Polizei wird erste Exemplare am Nachmittag des Tages auf dem Weihnachtsmarkt verteilen. Er wird ferner in den Kundencentern der Rheinbahn, Heinrich-Heine-Allee und Hauptbahnhof, ausliegen. 

Bereits 2006 hat der KPR nach Prager Vorbild einen Sicherheitsstadtplan für Düsseldorf entwickelt und veröffentlicht. 2009 und 2016 gab es jeweils aktualisierte Neuauflagen. Die Kombination von Innenstadtplan auf der Vorderseite sowie hilfreichen Tipps zum Schutz vor Taschendieben und wichtigen Rufnummern für den Fall, dass doch etwas gestohlen oder verloren wurde, auf der Rückseite hat sich in den letzten Jahren bewährt. Zudem werden auf der Rückseite des Stadtplanes ergänzend die Aufgaben der Düsseldorfer Ordnungspartner – Ordnungs- und Servicedienst, Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Rheinbahn AG vorgestellt. Darüber hinaus gibt es Informationen zu Passverlust, Notruf, Unfall, Verkehrsunfall, Erkrankung sowie Verlust eines Fahrzeuges in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch. 

Der seit Jahren bei der Landespolizei angesiedelte Arbeitskreis "Sicherheit in Bahnen und Bahnhöfen", in dem auch Vertreter von Bundespolizei, Rheinbahn AG, Deutsche Bahn AG, Regiobahn GmbH, Staatsanwaltschaft Düsseldorf und Ordnungsamt Düsseldorf tätig sind, unterstreicht die Bedeutung des Sicherheitsstadtplans besonders für Ortsunkundige, da sowohl Präventionshinweise und -angebote als auch die Ordnungspartner niedrigschwellig dargestellt werden. 

Mittlerweile ist die 3. Auflage fast vollständig vergriffen. Insbesondere waren auch einige wichtige Änderungen wie der neue Standort der "Altstadtwache" und der bislang nicht in der Kartengrundlage enthaltene erst kürzlich eröffnete "Joachim-Erwin-Platz" Anlass genug, eine überarbeitete Neuauflage des Plans vorzunehmen.

Dienstag, 21. November 2017

Weihnachtsmärkte sind beliebt bei Taschendieben sehr beliebt

Bild: Polizeiberatung
Der Besuch eines Weihnachtsmarkts gehört für viele im Advent einfach mit dazu – leider auch für Taschendiebe. Während die Besucher an den zahlreichen Ständen stöbern oder sich angeregt bei einer Tasse Punsch unterhalten, schlagen die Diebe blitzschnell zu. Zwar sank 2016 die Zahl der angezeigten Taschendiebstahlfälle etwas im Vergleich zum Vorjahr – von insgesamt 168.142 (2015) auf 164.771 Fälle (2016). Dafür stieg aber der Schaden von 50,8 Millionen Euro (2015) auf 51,5 Millionen Euro an. Die Polizei gibt hilfreiche Tipps, wie sich Besucherinnen und Besucher vor dem Griff in die Tasche schützen können. Sie sind auf der Klappkarte „Schlauer gegen Klauer!“ kurz zusammengefasst, die bei jeder Polizeidienststelle und im Internet unter www.polizei-beratung.de erhältlich ist.

In den engen Gassen zwischen den Weihnachtsmarktständen ist zum Beispiel der Drängel-Trick sehr beliebt. „Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die Geldbörse in der Manteltasche quasi „griffbereit“ anbietet“, so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Innerhalb weniger Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarte oder das Handy verschwunden.“ Dabei laufen die Maschen der Diebe oft nach dem gleichen Schema ab: Einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der dann verschwindet. Werden die Diebe nicht auf frischer Tat ertappt, sind sie meist nur schwer ausfindig zu machen – zumal die Opfer den Verlust meist erst spät bemerken und die Täter in vielen Fällen nicht beschreiben können.

Taschendiebe lassen sich manchmal schon am typisch suchenden Blick erkennen. Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute (z. B. Hand- oder Umhängetasche). Dabei suchen die Diebe gerne die Enge – die Gänge zwischen den Buden auf dem Weihnachtsmarkt bieten sich dazu besonders an. Eine weitere erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich versehentlich mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen. Beim anschließenden Reinigungsversuch lenken sie das Opfer wortreich vom zeitgleichen Diebstahl der Wertsachen ab. 

Die Polizei gibt hilfreiche Tipps gegen die Tricks von Taschendieben:
  • Nehmen Sie bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
  • Tragen Sie Geld, Zahlungskarten und Papiere immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder „in die Zange“ genommen werden.
  • Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).
  • Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, z. B. telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.

Die Klappkarte „Schlauer gegen Klauer“ enthält neben den Tipps auch einen Notfallpass zum Heraustrennen mit allen wichtigen Telefon- und Sperrnummern von Debit- und Kreditkarten sowie eine Checkliste mit Sofortmaßnahmen für Opfer und Zeugen, damit diese nach einem Diebstahl richtig reagieren können. Die Klappkarte ist kostenlos bei jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann unter   
http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/medienangebot-details/detail/23.html heruntergeladen werden.

Freitag, 27. Oktober 2017

Überrumpelt an der Haustür: Wie man sich schützen kann

Die Opfer wollen nur freundlich sein – und das nutzen Kriminelle schamlos aus. Marktcheck zeigt die Tricks der dreisten Diebe und wie Sie sich schützen können.