Montag, 21. August 2017

ABZOCKE BEI KAFFEEFAHRTEN



Geldgewinne, Geschenke, gutes Essen und weitere Attraktionen vor Ort – mit den immer gleichen Versprechen werden meist ältere Menschen zur Teilnahme an einer Tagestour gelockt. Doch hinter der preiswerten Fahrt ins Grüne verbirgt sich oft eine als Kaffeefahrt getarnte Verkaufstour.

Auf keinen Fall sollten Teilnehmer einer solchen Fahrt sich bei einer solchen Veranstaltung im Hinterzimmer dazu verleiten lassen, etwas zu unterschreiben oder gleich das Portemonnaie zu zücken. Das Geld ist dann oft weg, auch wenn der Kaufvertrag hinterher widerrufen wird. Wie Teilnehmer auf falsche Versprechen nicht hereinfallen und gegen unseriöse Verkaufsstrategien vorgehen können, dazu geben die Verbraucherzentrale NRW und die Polizei Nordrhein-Westfalen hilfreiche Tipps:


  • Nette Einladung nur schöner Schein: Preiswerten Touren mit vielen Extras sollte man stets misstrauisch begegnen! Sinnvoll ist es, das Angebot zu einer Kaffeefahrt und besonders das Kleingedruckte vor der Buchung sorgfältig zu lesen. Sämtliche Kosten – auch zusätzliche Extras – und sonstige Teilnahmebedingungen sollten vorher zusammengetragen und geprüft werden. Bei Ungereimtheiten am besten Angehörige, Betreuer oder die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale NRW um Rat fragen. Im Zweifel sollten Interessenten besser zu Hause bleiben.

  • Gerissene Verkaufstaktik: Veranstalter von Kaffeefahrten haben nichts zu verschenken, sondern treiben mit Rentnern und Pensionären ein für sie einträgliches Spiel und mit den ermittelten Adressdaten zusätzlich noch einen regen Handel. Ihre Verkaufsveranstaltung findet meist in einem abgelegenen Lokal statt, damit möglichst niemand zu einem interessanteren Ort entschwindet. Während einer mehrstündigen Präsentation werden Teilnehmer von geschulten Verkäufern geschickt zum Kauf von zweifelhaften Gesundheitspräparaten, Rheumadecken, Werkzeug oder Küchengeräten zu völlig überzogenen Preisen animiert. Verläuft das Geschäft nicht so einträglich wie erhofft, werden potenzielle Käufer oft aggressiv von den Verkäufern bedrängt. 

  • Teilnahme und Kauf kein Zwang: Gäste einer Verkaufsveranstaltung können sich jedoch durchaus während der Warenpräsentation absetzen und bis zur Rückfahrt etwas anderes unternehmen. Sie haben dennoch einen Anspruch auf sämtliche Leistungen – etwa Verpflegung und Rücktransport –, die sie gebucht und bezahlt haben. Sie müssen auch nichts kaufen. Falls Teilnehmer daran gehindert werden, den Veranstaltungsraum zu verlassen, sie womöglich sogar bedroht werden, sollte sich niemand scheuen, die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen und Anzeige wegen Nötigung zu erstatten. Hilfreich ist es bei Problemen, vorsorglich die Namen des Busunternehmers und des Fahrers sowie das Kennzeichen des Busses für eine Beschwerde zu notieren.

  • Unterschrift und Anzahlung tabu: Sinnvoller ist es, Kaufvertrag und Werbematerial mitzunehmen, um den Vertrag in Ruhe zu prüfen sowie Preis und Qualität mit anderen Waren zu vergleichen. Höchste Vorsicht ist geboten bei Anbietern, die in ihren Unterlagen lediglich eine Postfachadresse oder einen Firmensitz im Ausland angeben. In solchen Fällen ist eine rechtliche Verfolgung meistens aussichtslos.

  • Widerrufs- und Rückgaberecht: Wird ein Warenkauf im Nachhinein bereut, weil der Preis der neuen Heizdecke zu hoch erscheint oder Zweifel an der angepriesenen Wunderwirkung von Fitness-Pillen aufkommen, kann ein Käufer innerhalb von 14 Tagen nach Aushändigung der Widerrufsbelehrung ohne Begründung vom Kaufvertrag Abstand nehmen. Käufer sollten bei der Aushändigung eines Vertrages stets auf das Datum achten. Unseriöse Anbieter versuchen oft, das 14-tägige Widerrufsrecht durch Zurückdatierung auszuhebeln. Wichtig ist auch, dass der Name der Firma, einer verantwortlichen Person und die Anschrift – nicht nur ein Postfach – im Kaufvertrag angegeben sind. 



Weitere Auskünfte
 
zu dubios erscheinenden Bustouren enthält ein gemeinsames Info der Verbraucherzentrale NRW und der Polizei Nordrhein-Westfalen

Den kostenlosen Präventionstipp und persönliche Hilfe gibt’s in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW und bei den Kriminalkommissariaten Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei NRW.

Donnerstag, 17. August 2017

Woran erkenne ich echte Kriminalbeamte und gibt es eine Dienstmarke?

Quelle: www.polizei-beratung.de



Aufgrund der Warnmeldung zu "falschen" Polizisten kommt immer wieder die Frage auf, wie die echten Dienstausweise der Polizei NRW aussehen.

Seit Ende 2012 werden die alten grünen Polizeidienstausweise nach und nach gegen neue blaue Polizeidienstausweise ausgetauscht. Die neuen Dienstausweise sind gegenüber der alten Version besser erkennbar und verfügen über mehr Sicherheitsmerkmale und Funktionen. Bis zur kompletten Umstellung behalten die grünen Polizeiddienstausweise weiterhin ihre Gültigkeit.

Die Echtheit der neuen Polizeidienstausweise lässt sich gut an der Hologrammfolie erkennen, durch die bei entsprechendem Lichteinfall "Polizei" schräg über dem Ausweis sichtbar wird. Dienstausweise haben grundsätzlich eine 10jährige Gültigkeit. Danach werden sie eingezogen und mit einem aktuellem Lichtbild neu ausgegeben.

Weitere Merkmale der echten Polizei:

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte in Dienstkleidung sind grundsätzlich durch ihre Uniform ausgewiesen.

Auf Verlangen ist der Polizeidienstausweis vorzuzeigen. Name sowie die Dienststelle müssen angegeben werden, wenn dadurch die Amtshandlung nicht wesentlich beeinträchtigt wird. 

Bei der Dienstausübung in ziviler Kleidung ist der Polizeidienstausweis unaufgefordert vorzuzeigen. 

Kriminalbeamtinnen und -beamte besitzen darüber hinaus eine persönliche Kriminaldienstmarke mit individueller Nummer. 

Merkmale: 

Durch tastbare Merkmale in Braille-Schrift können auch blinde Bürgerinnen und Bürger einen Polizeiausweis identifizieren und feststellen, ob ein Polizeibeamter oder ein Betrüger vor ihnen steht. Der aktuelle Polizeidienstausweis in Scheckkartenformat weist Sicherheitsmerkmale wie die so genannte "Guilloche" mit "Irisübergang" (Hologramm) auf. Die "Guilloche" ist ein kaum reproduzierbares Muster aus ineinander verschlungenen Linien, deren Beginn und Ende im Nachhinein nicht mehr berechnet werden kann. Auch das zweite Echtheits-Merkmal, der "Irisübergang", bei dem Farben fließend ineinander übergehen, kann selbst mit modernster Scanner-, Laser-, oder Farbkopierer-Technik nicht nachgeahmt werden. 

Die Ausweise sind zusätzlich mit Spezialfolie überzogen. Das Fälschen von Dienstausweisen der Polizei NRW ist somit wesentlich erschwert.

Der Austausch der Dienstausweise erfolgt seit Ende 2012 nach und nach, entsprechend dem Auslaufdatum der alten Ausweise. Übergangsweise werden also noch die alten grünen sowie die neuen blauen Ausweise im Umlauf sein. Die Gültigkeitsdauer beträgt 10 Jahre.

Die blauen Polizeidienstausweise im Scheckkartenformat haben eine Reihe von Sicherheitsmerkmalen. 


Auf der Karte finden sich neben einem Foto unter anderem auch der Name und die Ausweisnummer des Beamten. Kriminalbeamte besitzen darüber hinaus eine persönliche Dienstmarke mit individueller Nummer



Wenn Sie Zweifel an der Echtheit des Ihnen vorgezeigten Ausweises oder der Personen haben, können Sie sich jederzeit über 02131-3000 oder den Notruf 110 an Ihre Polizei wenden, um sich den Polizeieinsatz bestätigen zu lassen.  



Die Vorderseite der Dienstmarke zeigt die Aufschrift „Kriminalpolizei" und den Polizeistern, auf der Rückseite zum Beispiel (wie hier) die Aufschrift „Niedersachsen", das Landeswappen sowie eine laufende Nummer. Der Rand trägt die Inschrift „Bundesrepublik Deutschland".


Lassen Sie während dieser Zeit der Überprüfung keinesfalls fremde Personen in Ihre Wohnung - echte Polizeibeamte haben für dieses umsichtige Verhalten Verständnis.

Fake-News im Internet:Minister Reul stellt Fälschung in Sozialen Medien klar



Bei den seit dem Dienstabend in den Sozialen Netzwerken kursierenden angeblichen Schreiben von Minister Herbert Reul handelt es sich um eine dreiste Fälschung. Der Post mit der Überschrift „Polizei soll Kriminaldelikte von Migranten verdecken“ enthält das Faksimile eines angeblichen Schreibens des Ministers an den „Polizeipräsidenten für Köln und Leverkusen“. In diesem soll Minister Reul den Behördenleiter auf offiziellem Ministerbriefkopf anweisen, Straftaten von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund zu vertuschen. Außerdem ist eine angebliche „Vorschrift zur Verhaltensweise der Polizeibeamten des Landes Nordrhein-Westfalen in Sachen Ausländerkriminalität“ angehängt. Beide Dokumente sind frei erfunden und entbehren jeder Grundlage.

Innenminister Herbert Reul: „Diese perfide Fälschung führt uns erneut vor Augen, wie dreist geistige Brandstifter Stimmung gegen Ausländer machen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung knapp sechs Wochen vor der Bundestagswahl ist dabei vermutlich kein Zufall. Ich kann die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen nur bitten, auf derartige Propaganda nicht hereinzufallen und bei angeblichen Nachrichten in Sozialen Netzwerken kritisch zu sein.“

Das Innenministerium hat noch am Dienstagabend in den Sozialen Medien auf die Meldung reagiert und diese als Fälschung entlarvt.

Der polizeiliche Staatsschutz hat die strafrechtlichen Ermittlungen aufgenommen.

Dienstag, 6. Juni 2017

Cyberangriffe auf Banken und deren Kunden nehmen zu


https://www.nzz.ch/finanzen/sicherheit-beim-e-banking-so-schuetzt-man-sich-vor-bankraeubern-im-internet-ld.141753

So schützt man sich vor Bankräubern im Internet
Die Cyberangriffe auf Banken und deren Kunden nehmen zu. Mit wenigen Vorsichtsmassnahmen lässt sich die Sicherheit beim Online-Banking deutlich erhöhen. (nzz.ch)